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Draw

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Artifex Draw ist ein CAD Basis Programm für die Applikationen der artifex Reihe.
Mit artifex Draw ist es möglich die Applikationen ohne Fremdprogramm wie z.B. AutoCAD von der Firma AutoDESK oder MicroStation von der Firma Bentley-Systems laufen zu lassen. Das Draw Programm verfügt über die wichtigsten Befehle eines CAD Programmes. Die Vielfalt und Anwendungsmöglichkeiten wie in den oben genannten Standard CAD Programmen ist hier jedoch nicht gegeben. Artifex Draw bietet sehr einfache und intelligente Eingabemöglichkeiten

Es ist als Ergänzung zu den Applikationen gedacht, und nicht als Konkurrenzprodukt von Standard-CAD Programmen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit die artifex Applikationen auch weiterhin unter den unterstützten Standard CAD Systemen laufen zu lassen. Da die Applikationen immer die gleiche Daten benutzen ist ein kein Datenverlust vorhanden.
Für den Austausch reiner Zeichnungsdaten ist eine DXF Schnittstelle für den Import- und den Export vorhanden. Es werden nur Daten im AutoCAD 12 Format bearbeitet.
In dem meisten Fällen wird artifex Draw den Ansprüchen an Ihren Zeichnungen im Hochbau genügen. Das es sich um ein reines Windows Programm handelt, ist die Einarbeitungszeit durch die gewohnte Benutzeroberfläche von Windows recht kurz. Weiterhin wurde großer Wert auf die einfache Eingabe von Elementen durch intelligente Cursorsteuerung und intelligente Fangoptionen mit ständiger Voransicht gelegt.
Ein weiterer Vorteil ist die Einarbeitung spezieller Kundenanforderungen an ein CAD Programm Dies gilt besonders im Bereich Hochbau. Da es sich um eine eigene Software der WELCCOM Software GmbH handelt, welche speziell im Bauwesen tätig ist, sind z.B. bereits im Grundpaket die Bemassung dem Bauwesen gerecht. In AutoCAD oder MicroStation sind hier bereits spezielle Anpassungen oder Applikationen notwendig.

Allgemeines zum Arbeiten mit artifex DRAW

Das Eingeben und Ändern von Elementen sind die wichtigsten und am meisten benutzten Funktionen eines CAD Programmes. Um den Arbeitsfluß möglichst nicht zu behindern haben diese Funktionen die höchste Priorität. Ein Eingabe oder Änderungsbefehlen wird von Befehlen mit untergeordneter Priorität wie z.B. das Zoomen oder die Ansichtsteuerung nicht abgebrochen sondern nur unterbrochen. Nach Beenden der untergeordneten Funktion, meisten durch drücken der RESET Taste( meist rechte Maustaste) kehrt das Programm zu dem Eingabebefehl an die gleiche Stelle zurück.
Nach dem Beenden eines Eingabebefehls wird dieser automatisch wiederholt.
Bei den Änderungsbefehlen wird die automatische Wiederholung dann abgebrochen, wenn vor dem Aufruf des Änderungsbefehles bereits eines Elementauswahl getroffen wurde. Siehe Kapitel: Auswahl von Elementen.

Beispiel:
Während einer Linieneingabe wird der Befehl Bereich anzeigen (ZOOM Fenster) aufgerufen. In der Statusleiste am rechten unteren Rand wird der Modus von Punkteingabe in Zoomen im Fenster geändert. Der Zoom Befehl ist nun aktiv.

Hat man bei dem Linienbefehl bereits einen Anfangspunkt eingegeben, so bleibt dieser erhalten. Man kehrt an die gleiche Stelle zurück. Nach Eingabe des Endpunktes wird der Linienbefehl sofort von neuem ausgeführt. Abgebrochen wird der Befehl nur durch Aufruf eines anderen Befehls der gleiche Stufe (Eingabe oder Ändern) oder durch aktivieren der Elementauswahl.

Plattformen und Verfügbarkeit

artifex Draw ist unter den Betriebssystem Windows 2000, NT und Windows 98 SE (Second Edition) auf PC verfügbar.

Installation

Die Installation erfolgt durch ein Windows Setup Programm. artifex Draw und seine Applikationen wird Standardmäßig auf CD ausgeliefert.

Softwareschutz

Für die Freigabe von artifex Draw ist ein Hardlock am Rechner nötig. Ohne diesen Hardlock kann man das Programm 100 mal starten. Beim Kauf von artifex Draw wird der Hardlock von der Firma WELLCOM Software GmbH mitgeliefert.

Einführung in Punkteingabe

Mit einen Punkt eingeben ist die Eingabe einer Koordinate gemeint. Es kann sich dabei um den Anfang oder das Ende einer Linie oder einer Wand, ein Textpunkt, einen Punkt an dem eine Matten liegen soll oder um eine sonstige Koordinate handeln.
Die Punkteingabe ist noch vor der Elementauswahl und der Ansichtssteuerung die am meisten benutzte Funktion eines CAD System.
Aus diesem Grund gibt es in artifex Draw eine eigene Leiste mit Anzeigen und Schaltern für die Punkteingabe.
Diese Leiste kann man horizontal oder vertikal ausrichten und an den Fensterrand festmachen. Man sagt dazu auch „andocken“ .

Um die Eingabe schnell und einfach zu machen kann man bestimmte Schalter während der Eingabe setzen. Ein solcher Schalter ist z.B. eine Längensperre.
Das heiß man kann eine bestimmte Länge vorgeben und diese Länge wird solange der Schaler gedrückt wird nicht mehr verändern.

Beispiel Längensperre:

Eingabe einer Wand mit einer Länge von 500 Einheiten (Eine Einheit soll hier ein CM sein)

In diesem Beispiel ist der Längenschalter gedrückt Wert der Länge ist 500 Einheiten. Man kann nur noch den Winkel der Wand verändern. Den Winkel der Wand kann man nun mit der Maus zeigen oder in das Feld Winkel zeigen und den gewünschten Wert eingeben Dabei wird automatisch die Winkelsperre aktiviert..

Beispiel X / Y Sperre.

Man möchte ein Rechteck eingeben welches 70 Einheiten hoch und 40 Einheiten breit ist. Man wählt dazu die Funktion Fläche>Rechteck und gibt einen Startpunkt ein. Der zweite Punkt des Rechtecks bestimmt man indem man die X Sperre auf 40 und die Y Sperre auf 70 setzt. Dazu fährt man einfach in das entsprechende Feld und gibt den Wert ein. Die Sperre wird automatisch beim eintippen gesetzt.

Die wichtigsten Schalter während einer Punkteingabe können direkt durch eines spezielle Taste, meist ein einzelner Buchstabe, ein- und ausgeschaltet werden. Dies funktioniert nur während der Cursor in der Zeichenfläche ist. Ist der Cursor in einer Eingabemaske, erhält die Eingabemaske die Tastatureingabe. Das Drücken der entsprechenden Schalter mit der Maus ist immer möglich

Übernehmen und Abbrechen der Punkteingabe

Ein Punkt wird übernommen indem man die linke Maustaste drückt.
Mit der rechten Maustaste wird eine Eingabe abgebrochen.
Die mittlere Maustaste ergibt einen Zwischenpunkt (Hilfspunkt), von dem aus die Eingabe gemessen wird.

Kartesische oder Polar Koordinaten

Man hat die Wahl zwischen einem kartesischen Koordinaten und Polarkoordinaten. Das Umschalten geschieht entweder durch drücken des Knopfes am rechten Rand der jeweiligen Eingabefelder oder durch das Drücken der Taste T (T für Toggle) während einer Punkteingabe.

Ein kartesisches Koordinatensystem hat drei Achsen: X, Y, und Z. Wenn Sie Koordinatenwerte eingeben, geben Sie die Entfernung eines Punktes (in Einheiten) und seine Richtung (+ oder -) entlang der X-, der Y- und der Z-Achse relativ zum Ursprung des Koordinatensystems (0,0,0) oder relativ zum vorherigen Punkt an.
Wenn Sie eine neue Zeichnung in artifex Draw beginnen, befinden Sie sich automatisch im Weltkoordinatensystem Die X-Achse ist horizontal, die Y-Achse vertikal, und die Z- Achse steht senkrecht zur XY- Ebene.
In polaren Koordinatensystemen werden Punkte mit Hilfe einer Entfernung und eines Winkels angegeben. Wenn Sie Polarkoordinatenwerte eingeben, geben Sie die Entfernung eines Punktes relativ zum Ursprung des Koordinatensystems oder relativ zum vorherigen Punkt an, außerdem den Winkel entlang der XY-Ebene des aktuellen Koordinatensystems.

Sperren während der Eingabe

Die aktuelle Koordinate wird immer angezeigt. Ebenso ist die Eingabe direkt in den Eingabefeldern möglich. Nach der Eingabe einer Zahl in einem entsprechenden Eingabefeld ist dieser Teil der Koordinate gesperrt.
Das Sperren durch drücken der entsprechenden Sperrtaste ist ebenso möglich, wie durch Drücken des entsprechenden Buchstaben währende der Eingabe der Koordinate.
Folgende Sperren der Koordinaten sind möglich. Der Buchstabe in Klammer ist die entsprechende Taste für die Kurzeingabe.

Kartesische Sperren

(X) Sperre: Die X Koordinate ändert sich nicht mehr.
(Y) Sperre: Die Y Koordinate ändert sich nicht mehr.
(Z) Sperre: Die Z Koordinate ändert sich nicht mehr.

Polare Sperren

(L) Sperre: Der Abstand zum vorherigen Punkt ändert sich nicht.
(W) Sperre: Der Winkel zum vorherigen Punkt ändert sich nicht.
Die Winkelsperre sperrt den Winkel nicht nur auf genau den Sperrwert, sondern auch auf ein vielfaches davon. Das heißt eine Winkelsperre 90 Grad läßt auch Eingaben in 0Grad, 180 Grad und 270 Grad zu. Eine 15 Grad Winkelsperre alle vielfachen von 15. Also 30, 45,60 …

Für die wichtige Winkelsperren von 45 und 90 Grad sind spezielle Schalter zur vereinfachten Eingabe vorhanden. Das Drücken der F8 (Funktionstaste 8oben an der Tastatur) schaltet ebenfalls die 90 Grad Sperre ein bzw. aus. Das Überschreiben eines Wertes in dem jeweiligen Eingabefeld ist jederzeit möglich.
Ein nochmaliges Drücken einer Sperrtaste deaktiviert die Sperre.

Zwischenpunkt

Manchmal ist es nicht möglich eine gewünschte Koordinate mit nur einer Eingabe zu erreichen. Dies ist meist bei einem Startpunkt relativ zu einem vorhandenen Punkt der Fall. Man möchte zuerst einen Punkte fangen, und von diesem aus ein bestimmtes Maß eine Eingabe starten. Durch drücken der Option wird der Punkt nicht sofort zurückgegeben sondern als Zwischenpunkt gespeichert. Als nächstes kann man sich dann auf diesen Zwischenpunkt beziehen, in dem man eine relative Eingabe zu diesem Punkt macht. Ein Zwischenpunkt wird durch vorheriges Drücken des Schalters oder direkt durch drücken der mittleren Maustaste erzeugt. Nach der Eingabe eines Zwischenpunktes schaltet das Programm automatisch in den Direkt Modus um. Durch nochmaliges drücken der Option oder einfach durch weitere Eingabe mit der mittleren Maustaste ist ein weitere Zwischenpunkt möglich.
Es werden nur diejenigen Sperren zugelassen, welche dem aktuellen Eingabemodus Kartesisch oder Polar entsprechen. Ist z.B. die Eingabe mit Polarkoordinaten aktiv, kann die X Sperre nicht aktiviert werden.

Beispiel: Zwischenpunkt benutzen

Eingabe einer Wand. Das Wandende soll 50 über und 100 vor CM vor einer vorhandenen Wandecke sein.


Man gibt den gewünschten Wandanfang Punkt ein. Bei dem Endpunkt der Wand schaltet man durch drücken der E Taste die Fangfunktion Endpunkt ein und fährt mit der Maus auf die gewünschte Ecke. Dann drückt man die mittlere Maustaste (man kann auch vorher den Schalter Zwischenpunkt einschalten wenn man keine 3 Tastenmaus hat) . Würde man die linke Maustaste drücken wäre der Endpunkt genau auf der gewählten Ecke. So aber wird von jetzt an von der gewählten Ecke gerechnet. Man setzt nun einfach die X und Y Werte auf –100 ind X und 50 in Y. Falls die Polareingabe mit Länge und Abstand eingestellt ist einfach die Taste T drücken un die X und Y Koordinate erscheinen zum Eingeben. Die Sperre wird automatisch bei der Eingabe in den entsprechenden Feldern aktiviert

Absolute Koordinate

Ist diese Option eingeschaltet sind die angezeigten Koordinaten absolute Koordinaten. Das heißt vom Zeichnungsnullpunkt aus gemessen.

Relative Koordinate

Ist diese Option eingeschaltet sind die angezeigten Koordinaten relative Koordinaten. Das heißt vom zuletzt eingegebenen Punkt aus gemessen. Bei einer ersten Punkteingabe, z.B. Start einer Linie schaltet artifex Draw automatisch in den Absolut Modus. Nach der Punkteingabe erfolgt eine automatische Umschaltung in den relativen Modus

Fangen von Punkten

Bei der Eingabe von Punkten kann auf vorhandenen Elemente zugriffen werden.
Bestimmte Eigenpunkte der Elemente können dabei gefangen werden. Ob dann von diesem Fangpunkt direkt weiter gearbeitet wird oder dieser als Zwischenpunkt für eine dazu relative Eingabe dient, hängt von den Optionen Direkter Punkt oder Zwischenpunkt ab.
Ist eine Fangfunktion aktiv hat der Cursor eine der Fangfunktion entsprechende Form.
Dies macht eine einfache Kontrolle der aktuell eingestellten Fangfunktion ohne auf den rechten Zeichenrand zu achten. Weiterhin wird bei eingeschalteter ständiger Anzeige sofort eine der Fangfunktion entsprechende Markierung bei einem gefundenen Punkt angezeigt.

Die Sperren haben Vorrang vor den Fangpunkten.

Hinweis:
Zusätzlich zu den Fangoptionen gelten die Sperren der Koordinaten. So ist es z.B. möglich eine Linie in einem bestimmten Winkel zu einem gedachten Schnittpunkt der einzugebenden Linie mit einem Endpunkt des gefundenen Elementes.

Ständige Anzeige der Fangpunkte

Diese Option sollte eigentlich immer eingeschaltet sein. Bei sehr großen Zeichnungen mit sehr vielen Zeichnungselementen, oder bei recht langsamen Rechnern kann die ständige Anzeige zu etwas holprigen Cursorbewegungen kommen. Durch Ausschalten dieser Option wird die ständige Anzeige unterdrückt, und die Fangpunkte erst nach dem Drücken der Maustaste

Kein Fangpunkt (K)

Die Cursor hat die Form eines doppelten Fadenkreuzes. Ein Punkt auf einem Element wird nicht gefangen. Die Direkte Eingabe einer Koordinate in den Eingabefelder ist jedoch möglich. In dem linken Beispiel ist die Kartesische Eingabe aktiv und die X Koordinate gesperrt.

Fangen von Endpunkten (E)

Das Programm fängt Endpunkte von Linien und Bögen. Bei einem Kreis wir der Mittelpunkt des Kreises berechnet

Fangen von Mittelpunkten (M)

Mittelpunkte von Linien, Kreisen und Bögen.

Beispiel einer Linieneingabe von der Mitte einer Linie zu der Mitte eines Rechteckes.
Durch Kombination der Winkelsperre und Mittelpunkt Fangsperre ist die Plazierung in der Mitte eines Rechteckes möglich.

Fangen von Schnittpunkten (S)

Hier sind zwei Möglichkeiten zu einem Schnittpunkt zu bekommen vorhanden.

Der Cursor befindet sich in unmittelbarer Nähe zweier sich schneidender Elemente. Der Schnittpunkt wird sofort angezeigt.

Es befindet sich nur ein Element unter der aktuellen Cursorposition. Dieses Element wird optisch hervorgehoben. Bei einem linearen Element (Linie, Polygon etc.) wird die Hervorhebung an beiden Seiten sehr weit verlängert.
Hält man nun die Controltaste (STRG- Taste links unten) gedrückt, wird der Schnittpunkt mit dem am Cursor nächsten Element angezeigt.
Die Elemente brauchen sich dabei nicht direkt zu berühren. Man kann also zuerst ein Element bestimmen durch anfahren ohne die Controltaste zu drücken. Ist das Element hervorgehoben, kann man durch Halten der Controltaste alle möglichen Schnittpunkten dieses Elementes mit den anderen Elementen finden.

Fangen einer Lotrechten/Tangente (P)

Es wird eine Lotrechte zu einem linearen Element gefällt. Die Lotrechte braucht das Element nicht zu treffen. Bei Kreisen und Bögen wird die Tangente berechnet. (Lotrecht zu Radius)

Fangen eines nächsten Punktes auf einem Element (A)

Der zur aktuellen Cursorposition nächstgelegene Punkt auf dem Element wird berechnet

Weltkoordinaten System WKS

Die Weltkoordinaten sind die Koordinaten welche in der Zeichnung tatsächlich gespeichert sind. Wenn Sie in Weltkoordinaten arbeiten sind Ihre Werte exakt diejeinigen wie sie gespeichert werden.

Die X-Achse im Weltkoordinaten System (WKSist horizontal, die Y-Achse vertikal, und die Z- Achse steht senkrecht zur XY- Ebene

Benutzerkoordinaten System BKS

Für die Eingabe können Sie ein eigenes Koordinaten System einrichten. Es nennt sich Benutzerkoordinaten System (BKS). Ihre Eingabe bezieht sich dann auf dieses Koordinaten System.
Intern werden jedoch die Werte umgerechnet auf Weltkoordinaten. (WKS) umgerechnet.
Das heißt , das BKS ist eine Eingabehilfe um z.B. senkrecht zu einer vorhandenen Linie eine neue Linie zu konstruieren ohne mit Winkelfunktionen arbeiten zu müssen. Richtet man sich ein BKS so ein daß die X Achse auf der vorhandenen Linie liegt, so ist diese Richtung von nun an 0 Grad für die Eingabe. Senkrecht ist von nun an einfach X auf 0 und einen entsprechenden Y Wert in kartesischen Koordinaten.

Arbeitet man mit Polarkoordinaten, so ist 90 Grad nun senkrecht zum BKS .also senkrecht zu der schrägen Linie.

Einrichten eines Benutzerkoordinaten System

Mit der Option „Benutzerkoord. Einrichten“ in der Eingabeleiste erscheint der folgende Dialog

Die Option „Über 3 Punkte“ sollte man nur benutzen wenn man tatsächlich außerhalb der XY Ebene arbeiten möchte. Die Eingabe in der XY Ebene ist die normale 2D Eingabe.

Mit der Option „Ansicht ausrichten“ wird die Ansicht auf dem Bildschirm so gedreht, daß die X Achse des BKS System nach rechts und die BKS Y Achse nach oben zeigt.

Um deutlich zu machen daß ein BKS aktiv ist, wird während der Eingabe ein Koordinaten Kreuz im BKS angezeigt. Dieses Symbol kann immer links unten liegen oder am letzten Eingabepunkt. Liegt es links unten werden die Achsen zusätzlich beschriftet. Liegt es am letzten Eingabepunkt werden nur die BKS Achsen angezeigt.

Mit dem Schalter BKS EIN/AUS kann man während der Eingabe das BKS Ein und Ausschalten.

Hinweis:

Mit der Option Ansicht von Oben wird die Drehung der Ansicht wieder zurückgenommen. Möchten Sie die Ansicht gedreht lassen, aber alles Zoomen benutzen Sie die Option „Alles anzeigen“

Die Winkelsperren gelten immer für das BKS .

Lineal benutzen

Zusätzlich zu den vorhandenen Eingabe und Fangfunktionen ist das Einblenden eines Lineals möglich. Man kann dabei ein Raster sowohl für den Winkel als auch für die Längs schritte einstellen.
Dies entspricht in etwa dem Arbeiten an einem Zeichenbrett. Der Lineal Nullpunkt ist der zuletzt eingegebene Punkt. Es wird automatisch in die Polar Eingabe umgeschaltet.
Der Abstand und der Winkel wird außerdem direkt auf der Zeichenfläche angezeigt.

Lineal in der Draufsicht (D)

Diese Option ist auch mit dem Buchstaben D während einer Eingabe ein und aus. zu schalten. Sie blendet das Lineal in der Draufsicht bezüglich der Weltkoordinaten ein. Das heißt es ist immer ein 2 D Eingabe auf der aktuellen Z Koordinate. Anzeige der aktuellen Z Koordinate erfolgt am besten durch einschalten in den kartesischen Modus und einschalten von absoluten Koordinaten

Lineal in der Vorderansicht (V)

Das Lineal liegt in der X- Z Ebene des Weltkoordinaten Systems. Man arbeitet sozusagen 2D in dieser Ebene. Es wird aber ein 3D Punkt erzeugt.

Lineal in der Seitenansicht (F)

Das Lineal liegt in der Y- Z Ebene des Weltkoordinaten Systems. Das Lineal bewegt sich nur innerhalb dieser Ebene.

Lineal ausschalten (N)

Diese Option oder der Buchstabe N während einer Punkteingabe schaltet die Anzeige des Lineals aus.

Allgemeines zur Elementauswahl

Das Auswählen von Elementen wird immer beim Andern von Elementen benötigt. Die Auswahl eines Elementes kann vor einem Änderungsbefehl oder danach kommen. Möchte man mehrere Elemente auf einmal ändern, so ist die Auswahl am besten vor dem Befehl zu treffen. Die gewählten Elemente werden durch eine Markierung in Form eines kleinen gefüllten Rechteckes an den Endpunkten des Elementes hervorgehoben. Es ist auch möglich zuerst den Änderungsbefehl zu aktivieren und dann drücken Aufruf der Elementauswahl eine Auswahl zu treffen. Durch einmaliges drücken von RESET (rechte Maustaste) kommt man dann zu dem Änderungsbefehl automatisch zurück. Hier gilt die gleiche Befehls Unterordnung wie bei der Ansichtssteuerung. (Siehe Allgemeines zum Arbeiten mit artifex Draw) Um ein oder mehrere Element vor einem Änderungsbefehl auszuwählen ist die Funktion zu aktivieren.

Eine weitere Art von Elementen auszuwählen besteht in der Plazierung eines Auswahlzaunes. Einen Auswahlzaun gibt es als Rechteck oder als Polygon.
Der Zaun wählt alle Elemente aus, welche sich innerhalb des Zaunes befinden, oder welche den Zaun berühren.

Bei der Änderung von Elementen über einen Zaun wird währende des Änderungsvorganges nur der Zaun dynamisch angezeigt. Auch ist die Auswahl selbst schneller, da die einzelnen Elemente nicht markiert werden müssen. Diese Auswahlart ist deshalb bei Änderung gleichzeitig vieler Elemente geeigneter.

Für die Reihenfolge der Befehle bei einer Zaunauswahl gilt das Gleiche wir bei der oben beschriebenen Elementauswahl. Am besten ist es den Zaun vor Aufruf des Änderungsbefehles zu plazieren. Plaziert man den Zaun allerdings nach dem Aufruf des Änderung Befehles, so ist hier kein RESET nach der Plazierung zu drücken, da die Plazierung eines Zaunes immer ein Vorgang ohne automatische Wiederholung ist.

Es ist nur eine Art der Auswahl, durch Markierung oder durch Zaun zugelassen. Sind Elemente bereits markiert und man drückt die Zaunauswahl, so werden die Markierungen gelöscht. Andererseits wird ein eventuell vorhandener Zaun bei Aufruf einer Elementauswahl durch Markierung gelöscht

Auswahl durch Elementmarkierungen

Pickt man nun ein Element mit der linken Maustaste an, wird dies durch rechteckige gelbe Markierungen an seinen Eigenpunkten hervorgehoben.

Trifft man kein Element kann durch Ziehen bei gedrückter linker Maustaste , so kann man ein Rechteck bestimmen, bei der alle Elemente welchen dieses Rechteck berühren ausgewählt werden.

Die Funktionsauswahl ist über Icons, Pull-Down Menüs und über Tastatureingaben möglich


Hält man bei der Auswahl die Controltaste gedrückt, so werden bereits gewählte Element wieder aus der Auswahl herausgenommen. Dies gilt auch für die Bereichsauswahl.

Alle Elemente auswählen.

Um alle Elemente einer Zeichnung auf einmal zu wählen ist diese spezielle Funktion vorhanden. Bei großen Zeichnungen kann dies eine oder mehrere Sekunden dauern

Komplette Auswahl aufheben.

Dies ist eine spezielle Funktion um die gesamte Auswahl von Elementen aufzuheben. Damit ist sichergestellt daß vor einer erneuten Auswahl keine unerwünschten Elemente in den Auswahlsatz kommen.


Hinweis:

Die Änderungsbefehle reagieren verschieden in Bezug auf die Art der Elementwahl. Als Beispiel soll hier das Schieben eines Elementes dienen. Möchte man nur ein Element verschieben, so kann man dies erst nach dem Befehl schieben mit dem Cursor identifizieren. Mit dem identifizieren wird dabei gleichzeitig der Basispunkt für die Verschiebung gewählt. Ist das Element jedoch vor dem Befehlsaufruf ausgewählt, wird zuerst nach einem Basispunkt für die Verschiebung gefragt. Dies ist zwar eine Eingabe mehr, kann jedoch unter Umständen zu einer besseren Eingabe des Basispunktes finden.

Vorherigen Auswahlsatz benutzen

Oft kommt es vor das man diejenigen Elemente welche man gerade in einem Befehl benutzt hat nochmals bearbeiten möchte. Zum Beispiel möchte man nach dem Schieben von Elementen die gleichen Elemente auch drehen.


Dazu ist die eines spezielle Funktion vorhanden.

Ein Element auswählen

Bei den Änderungsfunktionen werden Elemente zum Ändern benötigt. Hat man keine Auswahl vor einem Änderungsbefehl erhalten, oder handelt es sich um eine Funktion welche nur ein Element zuläßt (wie z.B. Gruppe speichern), wird man zu Wahl eines Elementes aufgefordert. Der Cursor nimmt dabei die folgende Form an.

In den meisten Fällen ist der Punkt an der das Element gewählt wurde gleichzeitig der Basispunkt für die weitere Verarbeitung. Die Fangoptionen haben daher ihre Gültigkeit, jedoch ändert der Cursor nicht seine Form bezüglich der eingestellten Fangoption wie dies bei der Punkteingabe der Fall ist.

Zaunauswahl

Der Zaun wählt alle Elemente aus, welche sich innerhalb des Zaunes befinden, oder welche den Zaun berühren. Die Zaunauswahl wird nicht wie z.B. die ZOOM Befehle automatisch wiederholt. Nach dem Drücken des Schalters einer Zaunauswahl wird ein vorhandener Zaun sofort gelöscht. Es ist maximal ein Zaun vorhanden. Der Zaun wird als Orange gestricheltes Polygon dargestellt. Nach der Ausführung der Änderungsfunktion bleibt der Zaun an seiner ursprünglichen Position erhalten. Während der Ausführung wird der Zaun gemäß des gewählten Änderungsbefehles dynamisch verändert, die Elemente im Zaum jedoch nicht.

Falls ein Zaun in einer Zeichnung plaziert und somit bei der Auswahl aktiv ist, erkennt man auch an dem Schalter des Zaunes in gedrückter Stellung. Der Zaun selbst kann durch ZOOMEN in einen anderen Bereich nicht sichtbar sein. Trotzdem ist der Zaun aktiv.

Rechteck Zaun

Der Rechteck Zaun wir durch Eingabe zweier Punkte. Wie bei dem Befehl ZOOM Fenster wird bei der Eingabe dynamisch eine entsprechende Box angezeigt. Drückt man währende der Eingabe RESET (rechte Maustaste) wird der Rechteck gelöscht. In dem obigen Bild kann man den Status des Rechteck Zaun erkennen. Der Schalter ist gedrückt.

Sperren und Entsperren von Elementen

Um das versehentliche Ändern von wichtigen Elementen zu verhindern ist ein Sperren von Elementen vorhanden. Die Fangfunktionen auf diese Elemente sind aktiv, jedoch das Ändern und Löschen wird unterdrückt. Um Elemente zu sperren sind die Elemente zunächst auszuwählen und dann die Funktion Sperren aufzurufen. Das Entsperren von Elementen geschieht sinngemäß mit der Funktion Entsperren, recht von der Sperrfunktion.

Elemente der Applikationen

Die Elemente der Branchenapplikationen sind standardmäßig gesperrt. Ein Ändern dieser Elemente sollte nur mit der entsprechenden Applikation erfolgen.

Optionen

Es stehen die von anderen CAD Programmen bekannten Funktionen wie ZOOM Alles, ZOOM Fenster usw. zur Verfügung. Weiterhin stehen spezielle Funktionen für ein flüssiges Zoomen während einer Eingabe zur Verfügung. Im einzelnen sind dies.

Alles Zeigen

Stellt die Kameraeinstellung so, das alle Elemente sichtbar. Alles Zeigen schaltet außerdem automatisch in die Draufsicht.

Bereich zeigen

Durch Eingabe von 2 Punkten wird der neue Bereich für die Anzeige bestimmt.

Kamera näher rücken. (F2)

Rückt die Kamera näher an die Zeichnungselemente. Die Elemente erscheinen größer, jedoch werden weniger Elemente angezeigt.

Kamera weiter rücken (F3)

Rückt die Kamera von den Elementen weg. Der Ausschnitt auf dem Bildschirm wird größer.

Kamera seitlich verschieben.

Verschiebt die Kamera nach links, rechts oben oder unten. Dies ist auch während eines anderen Befehles durch Drücken und Halten der Shift-Taste.

Dynamisches verschieben während der Eingabe

So ist es jederzeit möglich, auch während einer laufenden Eingabe durch Drücken und Halten der Shift Taste den Bildschirmausschnitt dynamisch zu verschieben. Der Bildschirm wird dabei in der entgegengesetzten Eingaberichtung verschoben. Man zoomt sich dabei dynamisch weiter zur gewünschten Eingabestelle.

Fenster

artifex Draw kann gleichzeitig mit mehreren Fenstern arbeiten. Die Fenster. Jedes Fenster hat seine eigene Kamera und Visualisierung.. So kann man in einem Fenster eine schattierte Darstellung eines Objektes haben, und in einem anderen Fenster eine Drahtdarstellung.
Neben dem Öffnen eines neuen Fenster stehen Funktionen zur automatischen Anordnung der Fenster zur Verfügung.

Hinweis
Beim Arbeiten mit den 3D Optionen wie Schattierung und Fläche mit verdeckten Kanten bekommt jedes Fenster seinen eigenen Buffer zur Verwaltung der Grafik. Dies sollte man bei Rechnern mit wenig Arbeitsspeicher bedenken.

Ansichtsteuerung

Hier kann man einstellen was auf der Ansicht zu sehen ist. Die Statusleiste ist die Leiste mit Texten und Informationen unten am Programmrand. Sie sollte beim Eingeben und beim Ändern immer eingeblendet sein. Bei der Arbeit mit Visualisierung erreicht ohne die Leiste ein größeres Fenster.

Layer Ebenen ein und ausschalten.

Layer oder Ebenen sind Eigenschaften von Elementen. So ist es möglich alle Elemente welche sich auf einem Layer befinden ein bzw. auszuschalten. Dies betrifft nur die Anzeige in den Fenstern.

Die Elemente werden dadurch nicht gelöscht. Um einen Layer auszuschalten gibt es 3 Möglichkeiten.

Durch anpicken eines Elementes. Dies funktioniert aber nicht bei gesperrten Elementen

Durch Angabe des Layer in einer Dialogbox.

Alle Layer auf einmal ausschalten. Dies ist bei vielen verschiedenen Layer hilfreich, wenn davon nur wenige zu sehen erwünscht sind.

Das einblenden eines Layer erfolgt durch Auswahl des Layer in einer Dialogbox. Auch das gleichzeitige Einschalten aller Layer ist vorhanden.

Toolbars….

Hiermit ist das Einblenden der Toolbars möglich. Die Toolbars sind die Werkzeugkästchen mit den Bildmenüs. Sie sollten eigentlich immer auf dem Bildschirm sichtbar sein. Nach einem versehentlichen schließen kann man sie hier wieder öffnen,

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